frisch gespielt - Magazin für Brett- und Gesellschaftsspiele

Frühling für Luther

In all den kalten und dunklen Wintermonaten waren wir in der Redaktion nicht untätig, nein, nein. Mit von Stolz geschwellter Brust möchten wir Ihnen mitteilen, dass Sie von nun an auf unserer Webseite www.frisch-gespielt.at ausgesuchte Spielberichte im Format PDF finden werden. Welche Rezensionen online abrufbar sind, können Sie ganz einfach im Heft erkennen. Wir haben diese mit den folgenden Hinweisen versehen:

! Sollten Sie also unter einer Spieleschachtel diesen Hinweis finden, so ist eine Rezension online verfügbar. Nach reiflicher Überlegung sind wir zum vorläufigen Schluss gekommen, dass diese Mischung an offline- und online-Inhalten einen guten Kompromiss in der über-digitalisierten Welt darstellt. Hin und wieder wollen wir uns nämlich einfach nur mit einer Ausgabe frisch gespielt zurückziehen und nicht auf einen großen oder kleinen Bildschirm starren.

Im Jahr 2017 jährt sich die Reformation zum 500. Male. Grund genug für deutsche Verlage diesen runden Geburtstag spielerisch zu feiern. Wir stellen drei Spiele vor, die sich um Luther und seine Zeit drehen. Ein Zitat des Reformators der ersten Stunde könnte man auf jede Spieleschachtel drucken:

                 Wo kein Wagnis, da kein Gewinn.
                               Wo kein Spiel, da kein Leben.

Apropos Leben. Der Frühling hält Einzug und weckt die schläfrigen Gemüter. Es ist nun wieder an der Zeit, aktiver zu werden und gemeinsam Würfel zu rollen und Spielsteine zu verschieben. Ob jung, ob alt, wir haben eine Reihe von Familien­spielen für Sie gespielt und bewertet. Sie haben die Qual der Wahl. Wollen Sie mit Ihren Lieben den Amazonas erkunden oder doch lieber japanische Malerei studieren? Wollen Sie sich von den verschiedensten Tieren in einem verrückten Rennen kutschieren lassen oder endlich Ihr Traumhaus phantastisch skizzieren? Doch Vorsicht. Hin und wieder greift man sogar bei unschuldigen Brettspielen ins Volle. „Scheiß drauf!“, hören wir lapidar aus dem aufmüpfigen Teenagermund und bevor wir noch tadelnd den Kopf schütteln, bemerken wir, dass so manche Verlage mit der Darmtätigkeit ihren spielerischen Spaß hatten. Klammheimlich fragt man sich freilich, wo das nur enden wird. Aber bis dahin wird noch eine Menge Wasser die Toilette hinunterfließen.